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Weingut | Ausbau

Die Entwicklung vom Traubensaft mit seinen fruchtigen, primär von Rebstock und Herkunft geprägten Aromen zum jungen Wein während des Winters ist eine Phase der Ausbildung aller Eigenschaften des späteren Weines. In dieser Zeit drängen sich unterschiedlichste Geschmacks- und Geruchseindrücke in den Vordergrund, die einen mal freudig, mal ratlos, mal besorgt zurücklassen. Eine Zeit, in der man das wichtigste des Weinmachens lernt: Geduld.

Sich Zeit lassen, natürlichen Prozessen Platz geben, ist die wichtigste Grundmaxime unserer Kellerwirtschaft. Verzicht auf Reinzuchthefen, Schönungsmittel, Entsäuerung, Süßreserve ist für uns selbstverständlich, sich Zeit lassen für Maischestandzeiten, langsame Gärung und langes Hefelager auch. Noch wichtiger erscheint es uns aber, Raum zu lassen für individuelle Entscheidungen in jedem Jahr, an jedem Erntetag, Parzelle für Parzelle, Fass für Fass eine Kultur zu schaffen, in der Wahrnehmung, Erfahrung und Intuition vor der Erfüllung technischer Standardvorgaben stehen.

Auch in unseren klassischen Terrassenlagen möchten wir keinen Standard weder in unseren weinbaulichen Maßnahmen, noch bei der Auswahl unserer Reben. Glücklicherweise können wir auf ein großes Reservoir an alten, teilweise wurzelechten Weinstöcken zurückgreifen, die uns in feinsten Schiefersteillagen eine hochdifferenzierte Aromenvielfalt schenken: Tiefe Terrassenmoselrieslinge mit feiner Eleganz und kraftvollem Ausdruck aus niedrigen Erträgen.